Mein Baby: Seine Entwicklung
Im vierten Monat
Die Organe wachsen unter fortlaufender Übung und Verbesserung ihrer Funktionen heran. Diese Zeit ist
äußerlich durch steigende motorische Aktivität gekennzeichnet.Ungeborenes Kind im viertem Lebensmonat.
Das Zentralnervensystem hat seine Beziehungen zum Gleichgewichtsorgan, zu Haut, Muskeln und Gelenken
soweit vervollkommnet, dass das Kind seine Lage registrieren und von der Haut Berührungsreize aufnehmen
kann, die dann einer sinnvollen Steuerung der Bewegung dienen und einer günstigen Lage im Fruchtwasser
zugute kommen können. Es dreht sich, streckt sich, stößt sich ab, beugt den Rumpf und den Kopf - ein
bewegungsreiches Leben im ausgedehnten Fruchtwasser, wie für einen Fisch im Aquarium. Das Wachstum ist
in dieser Zeit unglaublich intensiv. Am Ende der 16. Woche ist das Kind 14 Zentimeter groß. Es wiegt
200 Gramm. Die Mutter hat auf ihre Art Teil an diesem Wohlbehagen, vergleichbar dem, was das Kind in
seinem Fruchtwasser schwimmend empfindet. Für sie ist es wohl die schönste Zeit der Schwangerschaft.
Die Anpassungsschwierigkeiten der ersten Wochen sind fast vergessen. Das Tragen des Kindes im Uterus
ist nicht beschwerlich. Der Frauenarzt kann Mutter und Vater nun besser mit dem kleinen Erdenbürger
bekanntmachen. Im Ultraschallbild ist der kleine Körper mit einigen Einzelheiten immer besser zu erkennen.
Auch die Herztöne können gut hörbar vermittelt werden.
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egal schrieb: Hallo an alle, ich habe keinerlei verständnis wenn eine frau ihr Kind umbringt. Für mich ist und bleibt es Mord,egal in welcher woche frau ist. Wenn man keine Kinder will,sollte man zum gyn gehen und sich über ss.-verhütung beraten lass...
Milka schrieb: Hallo ihr lieben leute, bin zum 2. mal schwanger. Mein 1. Baby habe ich verloren und sehr darunter gelitten. Mein 2. würde ich gerne bekommen, aber ich habe keine ausbildung und mein freund will nicht noch eins, da er schon eine 2j. to...
Landia schrieb: Mein erster Gedanke war "Oh, das kannst du jetzt gar nicht gebrauchen!" mein zweiter "Da ist das Herzchen, das wäre Mord, du bist keine Mörderin!" und nun seht euch mein Schatz an, ich habe meine Entscheidung nie bereut, ich hab sovie...
Melli schrieb: hallöchen habe 2005 in der 7.ssw ein Abort gehabt.und jetzt in okt 2006 auch wieder!Die Ärzte meinten es sei alles in ordnung bei mir.Sollte ich mein Freund mal zum untersuchen schicken?ich will nicht aufgeben da wir uns so sehr ein Ba...
Im fünften Monat
Nun meldet sich der kleine Einwohner in direkter Weise bei seiner Mutter. Sein Strampeln und Treten
wird spürbar. Er ist aber auch inzwischen schon etwa 20 Zentimeter groß geworden. Er wiegt zwischen
300 und 400 Gramm. Mutter und Kind stehen in einem ständigen, direkten Kontakt: »Es hat sich bewegt!«
Das kann sich die Mutter jetzt auch direkt handgreiflich machen, wenn sie mit den Händen ihren Bauch
umgreift und mit leichtem, einseitigem Druck ihr Kind von einer Hand in die andere schiebt. Sie merkt
vielleicht noch ein weiteres: Bei lauten Geräuschen zuckt ihr Kind zusammen, was signalisiert, wie feinsinnig
weit das Gehör ihres Kindes schon ausgebildet ist.Ungeborenes Kind im fünften Lebensmonat Geduldige
Beobachtung zusammen mit der betreuenden Ärztin oder dem Arzt bringt vielleicht noch einige wunderschöne
Eindrücke mehr für die staunende Mutter und den mitbeobachtenden Vater: wie ihr Kind im Fruchtwasser
herumturnt, die Hände vor dem Gesicht bewegt, nach der Nabelschnur greift und sogar auch dabei erwischt
werden kann, wie es am Daumen lutscht. Das ist keine verniedlichend denkende Interpretation. Der Mund
hat längst seine Eigenbewegungen aufgenommen, die seiner Aufgabe der Nahrungsaufnahme jetzt schon entsprechen.
Das Kind trinkt regelmäßig vom Fruchtwasser, schluckt hinunter, was der Mund aufgenommen hat. Dies mag
spielerisch anmuten. Es ist aber, wie wir später sehen werden, Teil einer wichtigen Aufgabe im steten
Wechsel des Fruchtwassers, in den auch der Fet einbezogen ist. Eine Mutter, die ihr erstes Kind erwartet,
ist sich meist erst am Ende des fünften Monats der gespürten Kindsbewegungen sicher. Hat eine Frau schon
früher einmal geboren, weiß sie schon 14 Tage vorher (etwa in der 18. Schwangerschaftswoche) ein sanftes
Ziehen und Glucksen im Bauch in diesem Zusammenhang zu deuten.
Im sechsten Monat
Das Kind wird langsam auf "draußen" vorbereitet. Auch die unverwechselbaren Fingerleisten sind da. Im
letzten Schwangerschaftsabschnitt, zwischen seiner 24. und 58. Lebenswoche, bereitet sich das Kind mehr
und mehr auf sein Leben "draußen" vor. Anfangs ist der kleine Körper noch mager. Die Muskeln werden
kräftiger. Ungeborenes Kind im sechsten LebensmonatUm sie beginnt sich ein Fettpolster zu legen, das
eines Tages nicht nur Energiedepot, sondern vor allem auch ein wärmendes Gewand sein wird. "Draußen"
wird es kühler sein als im Mutterleib. Die Haut ist längst mit zahlreichen feinsten Haaren, Lanugohärchen,
besetzt. Auch das erste Kopfhaar sprießt. Die Talgdrüsen sondern nun reichlich eine cremeartige weißliche
Substanz ab, die sogenannte Käseschmiere (Vemix caseosa). Sie bedeckt die Hautflächen, damit sie nicht
vom Fruchtwasser angeweicht werden. Auf den Fingerkuppen gestalten sich jene feinen Leisten, die später
die Fühl- und Greiffähigkeit der Finger unterstützen. Sie werden ein Leben lang in ihrer Linienführung
jeden Menschen unverwechselbar machen ("Fingerabdruck"). Finger- und Zehennägel sind da. Das Kind wiegt
nun etwa 800 Gramm und ist zwischen 30 und 35 Zentimeter groß.
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